Alpha Centauri ist nicht mehr

Ich bin wahrscheinlich einer der letzten, die es mitbekommen haben: Die Sendung Alpha Centauri, in der Prof. Harald Lesch vierzehntägig über Astronomie dozierte und philosophierte, wurde vom Bayrischen Rundfunk abgesetzt. Letzerer hat sich zwar durch geschickte (aber falsche) Formulierungen von einem Absatzvorwurf freigeredet, nach dem Motto, wenn man schon über 200 Sendungen aufgezeichnet hat, dann müsse man auch mal wiederholen.

Prof. Lesch hätte wohl gerne weitergemacht und dem BR vorgeschlagen, nur noch mit einer Kamera aufzuzeichnen, aber auf den Vorschlag wurde nicht eingegangen.

Daher hier mein Vorschlag an Herrn Lesch:

Den BR, den brauchen Sie gar nicht. Lassen Sie sich von einem Ihrer Wimis ein schlagkräftiges Studententeam zusammenstellen und zeichnen Sie die Viertelstunde Alpha Centauri einfach bei sich in der Uni auf. Per Internet erreicht uns
Astronomiesüchtige die Sendung dann als Video-Podcast (so viel Bandbreite hat die Uni München dann doch noch übrig). Na, wie wärs?!

Erst SCO, jetzt Microsoft …

Die Aussagen von Steve Balmer haben große Wogen im Netz geschlagen, mal sehen was dem folgen wird …

Für SCO scheinen die IPR Ansprüche gegen den Linux-Kernel ja so wie in dem folgenden schönen Gedicht auszugehen, aber Microsoft wird mit einem neuen Portfolio an Patenten auftreten, wenn tatsächlich geklagt werden sollte. Ob es dann so gut für Linux ausgeht wird, wie hier unten
gedichtet wurde (und wie es ja zur Zeit im SCO vs. Linux-Kernel-Fall aus zu sein scheint) werden wir dann sehen.

Zehn kleine UNIX Zeilen
Reicht man ein zur Klage.
Die eine die auf griechisch war,
War leider viel zu vage.

Neun kleine UNIX Zeilen
Sollten es begründen.
Die eine war trotz größter Müh’
In LINUX nicht zu finden.

Acht kleine UNIX Zeilen
Dienten zum Beweise.
Die eine war aus BSD,
Pech für Anwalt Heise.

Sieben kleine UNIX Zeilen,
Kamen vor Gericht.
Die eine war ‚ne Fehlernummer,
Die taugte dazu nicht.

Sechs kleine UNIX Zeilen,
Sollten es belegen.
Doch eine kam zur GPL
Durch SCO Kollegen.

Fünf kleine UNIX Zeilen
Waren noch dabei.
Die eine kam von einem Band
Mit Aufschrift System Drei.

Vier kleine UNIX Zeilen,
Doch eine,
sonderbar,
Gehörte nicht zum dem Programm,
Sie war ein Kommentar.

Drei Kleine UNIX Zeilen,
Waren das Problem.
Eine war zwar System Five,
Doch kam von IBM.

Zwei kleine UNIX Zeilen,
Waren noch geblieben.
Die eine war schon reichlich alt
Und kam von System Sieben.

Eine kleine UNIX Zeile
Wurde angeführt.
Die hatte Linus Torvalds selbst
Am Anfang programmiert.

Ohne eine UNIX Zeile
Kann SCO nichts machen.
Doch eines muss man zugestehn:
Wir hatten was zu lachen.

Der Text tauchte Anfang 2004 wohl zum ersten Mal im Netz auf. Von wem er ist, weiss ich leider nicht, sonst würde ich es an dieser Stelle wirklich gerne sagen.

PGP 9.X sucks!

Ein halbes Jahr lang habe ich mich mit einem ständig connection timeout der IMAP Verbindung zwischen Thunderbird und dem Firmen-Exchange-Server herumgequält und darunter gelitten. Eigentlich hatte ich seit langem schon Microsoft und iherer IMAP Implemetation die Schuld dafür in die Schuhe geschoben.

Nachdem nun vor ein paar Tagen ein ganzer Mailinglistenordner nicht mehr erreichbar war, habe ich mich kurz vor Feierabend doch noch mal ans Debuggen gemacht und da sticht mir die Begrüßungsmeldung des IMAP Servers ins Auge: PGP erlaubt sich, einen caching server vor den Exchange Server zu
hängen!

Also schnell PGP deaktiviert und siehe da: Bei direkter Kommunikation mit dem Exchange Server ist Thunderbird rasend schnell.

Also: nie mehr wieder PGP, wenn die so einen Murks verkaufen. GnuPG funktioniert dann eben nicht nur genauso gut sondern eben besser.

Alpha Centauri Sendungen

Es wird Zeit, dass die Alpha Centauri Sendungsübersicht von feuersaenger.de in den Blog umzieht.

Für jedes Jahr gibt es einen Eintrag. Viele Begriffe habe ich mit der deutschen Wikipedia verlinkt. Einige wenige sind mit der englischen Wikipedia verlinkt, wenn es in der deutschen keinen passenden Eintrag gab.

Für diejenigen, die jetzt gar nicht wissen, worüber ich hier spreche:

Alpha Centauri ist eine zweiwöchentliche „Vorlesung“ über Astronomie, Astrophysik, Kosmologie und manchmal auch Geologie von und mit Prof. Harald Lesch. Eine Viertelstunde lang werden hier komplexe Themen allgemeinverständlich erklärt.

Einer Vorlesung kommt
die Sendung deshalb nahe, weil Prof. Lesch fast gänzlich auf multimediale Inhalte verzichtet und sich voll auf seine rhetorischen Fähigkeiten verläßt. Damit hebet er sich – meiner Meinung nach wohltuend – von den anderen Wissenschaftssendungen im deutschen Fernsehen ab.

Also, dann mal los …

Uups, das wichtigste hätte ich doch glatt vergessen: Alle Sendungen (mittlerweile fast schon 200) sind als RealVideo Streams auf der o.g. Homepage abrufbar. Das sind 50 Stunden hochspannende Vorträge!

Das wird künftigen Archeologen Rätsel aufgeben …

Nachdem Lisa mehr und mehr zum Problem für Apple wurde, pachtete der Konzern letztlich ein größeres Stück Land im US-Bundesstaat Utah und vergrub dort Tausende unverkäuflicher Lisas im Sand.

Diese Methode der Problembeseitigung hatte man sich bei Atari abgeschaut, die bereits Jahre zuvor Millionen Kopien des Konsolenspiels „E.T.“ im Wüstensand verbuddelten, nachdem sich für die hektisch programmierte Spielfilm-Adaption kaum Käufer fanden.

gelesen bei Spiegel Online

Ein enzyklopädischer Vergleich

Seit 200 Jahren gibt Brockhaus eine
Enzyklopädie heraus. In ihrer 21. Auflage umfasst sie 30 Bände mit einem Gesamtumfang von 24.500 Seiten und enthält 300.000 Stichwörter. Erstehen kann man sie zum Subskriptionspreis von €2397.

Ihr großer anglo-amerikanischer älterer Bruder, die Encyclopedia Britannica, bring es schon auf 237 Jahre und 32 Bände. Diese enthalten 65.000 Stichwörter. Zu erstehen ist sie für $1395.

Ab Ende des Jahres wird die deutsche Wikipedia gedruckt. Sie ist gerade mal fünf Jahre alt, wird in 100 Bänden auf insgesamt 80.000 Seiten gedruckt, wird bis dahin wahrscheinlich 500.000 Stichworte enthalten und man hat mit Lieferung des letzten Bandes, der 2010 erscheinen soll €1480 dafür gezahlt.

Bis dahin erstmal alle Achtung. Um das Projekt aber eingehender zu beurteilen, wird man erst einmal sowohl die Verarbeitungsqualität abwarten müssen (€14,80 ist nicht viel für ein 800 Seiten umfassendes Buch) und letztendlich wird es auf die Umsetzung der
Wikipedia-Texte in die gedruckte Form ankommen.

Ich drücke dem Projekt jedenfalls beide Daumen und hoffe auf mehr Details in Bälde.

Türchen auf und Kopf rauchen lassen

Den Adventskalender für diejenigen, die schon jetzt genug von Plätzchen, Stollen und Dominosteinen haben gibt es hier. Statt aus Staniolpapier auswickeln gibt es dort
Karopapier vollkritzeln, denn hinter jedem Türchen versteckt sich eine Aufgabe aus der Mathematik zwischen der 10. und 13. Klasse. Gewinnen kann man auch was, wenn man seine Aufgaben regelmäßig abgibt. Während ich das schreibe, verzweifle ich gerade am zweiten Türchen. Die erste Aufgabe war ja noch recht einfach, es handelte sich um Automaten, die sich gegenseitig beeinflussen. Heute gibt es allerdings eine Geometrieaufgabe aus der diskreten Differentialgeometrie, speziel dreht es sich um ein Kreispackungsproblem. Ehrlich gesagt ist mir das in der Schule nicht vorgekommen, und in der Uni auch nicht. Vielleicht sollte ich einfach mal googeln …